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The Mystery of the Hanging Garden of Babylon

Neu rezensiert: The Mystery of the Hanging Garden of Babylon

Das herrliche Sommerwetter lädt im Augenblick dazu ein, sich mit Gärten zu beschäftigen, neben der Gartenarbeit und dem Sonnenbaden gern auch theoretisch. Zu den bekanntesten Gärten überhaupt zählen natürlich die Hängenden Gärten von Babylon, aber was weiß man eigentlich über sie? Nicht viel, wie die Assyriologin Stephanie Dalley nachweist – und vielleicht noch dazu genau das Falsche. Mehr über die spannende Spurensuche in der neuen Rezension.

Lesetipp: How Bees Fly

Zugegeben, beim heutigen Lesetipp bin ich eindeutig parteiisch, da ich die Autorin Simone Heller schon lange kenne und schätze. Doch auch wenn diese persönliche Bekanntschaft nicht wäre, könnte ich ihre erste englischsprachige Geschichte How Bees Fly, die in der neuesten Ausgabe (# 125) von Clarkesworld erschienen ist, nur empfehlen.

How Bees Fly entführt in eine düstere postapokalyptische Welt, deren Bewohner den Umgang mit der überkommenen Technik nur noch in Form von abergläubischen Praktiken beherrschen. Tödliche Stürme sind nur eine der Gefahren in den verseuchten Landstrichen unter dem leaden sky, und die Ich-Erzählerin, die sich als Hebamme und Imkerin bisweilen aus dem Schutz ihrer sicheren Siedlung hervorwagen muss, bekommt es prompt mit einem viel furchteinflößenderen Phänomen zu tun: Dämonen, auf deren wahre Natur sie keine noch so schaurige alte Geschichte vorbereiten konnte …

Wer aber nun glaubt, hier ein reißerisches Schreckensszenario vor sich zu haben, in dem es primär um Grusel und Abenteuer geht, wird eine handfeste Überraschung erleben. Auch wenn es sehr spannend wird und durchaus physische Bedrohungen zu meistern sind, ist How Bees Fly nämlich vor allem eine psychologisch und philosophisch ausgefeilte Studie über volkstümlich tradiertes Wissen mit all seinen Stärken und Schwächen, Verbindendes über scheinbar starre Grenzen hinweg und damit nicht zuletzt auch in Ängsten wurzelnde Vorurteile und ihre Überwindung. Erschütternd und hoffnungsvoll zugleich entspinnt sich ein Kammerspiel um das Hinterfragen vermeintlicher Gewissheiten, das einen auch dazu anregt, das eigene Bild von Gut und Böse einmal einer Überprüfung zu unterziehen. Zum wahren Leckerbissen wird die Geschichte jedoch vor allem durch das mitschwingende Hintergrundwissen über Ethnologie und Kulturgeschichte und das beneidenswerte Gespür der Autorin für sprachliche Feinheiten.

Neugierig geworden? How Bees Fly ist online hier zu finden, aber natürlich gibt es die Zeitschrift auch als e-Book zu kaufen.

Girls, Goddesses & Giants

Neu rezensiert: Girls, Goddesses & Giants

In Mythen, Sagen und Märchen ist der Held ein Mann, während Frauen nur eine passive Rolle bleibt? Zuweilen ja – aber nicht immer. Wer etwas über die wilden Kriegerinnen, schlauen Trickstergöttinnen und tapferen kleinen Mädchen wissen möchte, die in der Überlieferung verschiedenster Kulturen gar nicht einmal so selten sind, ist mit Lari Dons charmantem Kinderbuch Girls, Goddesses & Giants gut beraten. Mehr darüber in der neuen Rezension.

The Amazons

Neu rezensiert: The Amazons

Dem wahren Kern von Sagen nachzuspüren, ist verlockend, in vielen Fällen aber auch fruchtlos. Adrienne Mayor beweist, dass es nicht immer so sein muss, und zeigt in The Amazons auf, inwieweit in der griechischen Amazonenüberlieferung neben viel Phantasie auch ein spannendes Stück historischer Wirklichkeit steckt. Zur neuen Rezension geht es hier entlang.

The Archaeology of Religious Hatred

Neu rezensiert: The Archaeology of Religious Hatred

Eberhard Sauer befasst sich in seiner facettenreichen archäologischen Untersuchung mit einem unschönen Phänomen, für das es im spätantiken und frühmittelalterlichen Christentum ebenso Beispiele gibt wie heute in extremistischen Spielarten des Islam: der religiös motivierten Zerstörung von Kunstwerken und Gebäuden. Die neue Rezension ist hier zu finden.

The Bards of Bone Plain

Neu rezensiert: The Bards of Bone Plain

Mai und Kelten – das passt zusammen, sei es nun, weil heute von manchen ein anderer Feiertag als der Tag der Arbeit begangen wird, oder weil man im Hinterkopf hat, dass König Artus bei Wolfram von Eschenbach mit leichtem Augenzwinkern als der „meienbaere man“ beschrieben wird, dessen Erlebnisse in der Literatur irgendwie immer in den Wonnemonat fallen … Zum Maianfang geht es daher um einen keltisch inspirierten Fantasyroman, Patricia A. McKillips The Bards of Bone Plain, ein poetisches Werk um Barden und andersweltliche Magie.

Ardeija.de wünscht allen Lesern einen schönen 1. Mai und viel Vergnügen mit der neuen Rezension, die hier zu finden ist.