Autorenarchiv: Ardeija

Neu rezensiert: Maria Sibylla Merian

Viele Künstlerinnen des 17. Jahrhunderts sind heute vergessen – nicht so Maria Sibylla Merian, deren Tier- und Pflanzendarstellungen, die oft auf eigenen naturwissenschaftlichen Forschungen beruhten, ihr bis heute einen hohen Bekanntheitsgrad sichern. Voller Begeisterung für ihre Protagonistin schildert Barbara Beuys in einer lesenswerten Biographie ihr Leben. Mehr darüber in der neuen Rezension.

Neu rezensiert: Vor den 7 Bergen

Mit Vor den 7 Bergen ist Annette Feldmann und Mareike Engelke ein sehr liebevolles und ansprechendes Bilderbuch gelungen: Schneewittchenanspielungen, Alltagstrubel und viele, viele Äpfel dürften Kindern wie Erwachsenen großen Spaß machen. Zur neuen Rezension geht es hier entlang.

Neu rezensiert: Helenas Töchter

Damenmode ist in aller Regel nicht das erste Thema, das einem in den Sinn kommt, wenn das Stichwort „griechische Antike“ fällt. Dabei gibt es auf dem Gebiet so einiges zu entdecken, wie Klaus Junker und Sina Tauchert in ihrem schönen Bildband Helenas Töchter beweisen. Mehr darüber in der neuen Rezension.

Neu rezensiert: Pantheon

Das Stichwort „antike Religionen“ beschwört Bilder bunter Götterwelten, prächtiger Tempel und blutiger Opferriten herauf. Um all das geht es in Jörg Rüpkes Pantheon nur am Rande. Was zunächst erstaunen mag, eröffnet einen frischen und ungewohnten Blick auf das Phänomen Religion und schärft auch das Verständnis dafür, dass vieles, was uns heute selbstverständlich und zeitlos erscheint, historisch gewachsen ist. Die neue Rezension ist hier zu finden.

Neu rezensiert: Lostage

Zeitenreigen und Beziehungsgeflechte, Scheußlichkeit und Schönheit, nicht zuletzt auch die Frage nach Normalität und Abweichen von der Norm – Tina Pruschmanns Debütroman Lostage hat einiges zu bieten und ist ein Leseerlebnis, das zum Nachdenken anregt. Mehr darüber in der neuen Rezension.

Lesetipp: How Bees Fly

Zugegeben, beim heutigen Lesetipp bin ich eindeutig parteiisch, da ich die Autorin Simone Heller schon lange kenne und schätze. Doch auch wenn diese persönliche Bekanntschaft nicht wäre, könnte ich ihre erste englischsprachige Geschichte How Bees Fly, die in der neuesten Ausgabe (# 125) von Clarkesworld erschienen ist, nur empfehlen.

How Bees Fly entführt in eine düstere postapokalyptische Welt, deren Bewohner den Umgang mit der überkommenen Technik nur noch in Form von abergläubischen Praktiken beherrschen. Tödliche Stürme sind nur eine der Gefahren in den verseuchten Landstrichen unter dem leaden sky, und die Ich-Erzählerin, die sich als Hebamme und Imkerin bisweilen aus dem Schutz ihrer sicheren Siedlung hervorwagen muss, bekommt es prompt mit einem viel furchteinflößenderen Phänomen zu tun: Dämonen, auf deren wahre Natur sie keine noch so schaurige alte Geschichte vorbereiten konnte …

Wer aber nun glaubt, hier ein reißerisches Schreckensszenario vor sich zu haben, in dem es primär um Grusel und Abenteuer geht, wird eine handfeste Überraschung erleben. Auch wenn es sehr spannend wird und durchaus physische Bedrohungen zu meistern sind, ist How Bees Fly nämlich vor allem eine psychologisch und philosophisch ausgefeilte Studie über volkstümlich tradiertes Wissen mit all seinen Stärken und Schwächen, Verbindendes über scheinbar starre Grenzen hinweg und damit nicht zuletzt auch in Ängsten wurzelnde Vorurteile und ihre Überwindung. Erschütternd und hoffnungsvoll zugleich entspinnt sich ein Kammerspiel um das Hinterfragen vermeintlicher Gewissheiten, das einen auch dazu anregt, das eigene Bild von Gut und Böse einmal einer Überprüfung zu unterziehen. Zum wahren Leckerbissen wird die Geschichte jedoch vor allem durch das mitschwingende Hintergrundwissen über Ethnologie und Kulturgeschichte und das beneidenswerte Gespür der Autorin für sprachliche Feinheiten.

Neugierig geworden? How Bees Fly ist online hier zu finden, aber natürlich gibt es die Zeitschrift auch als e-Book zu kaufen.

Neu rezensiert: 1066

Jörg Peltzer ist nicht nur ein versierter Historiker, sondern auch ein begnadeter Erzähler: Sein 1066 liest sich passagenweise mitreißend wie ein Roman, und das ist nicht nur der Tatsache zu verdanken, dass mit der normannischen Eroberung Englands ein ohnehin spannendes Thema gewählt ist. Mehr über machthungrige mittelalterliche Herrscher rings um die Nordsee erfährt man in der neuen Rezension.