Neu rezensiert: Mrs Potts’ Mordclub und der tote Nachbar

Mit einem gemütlichen englischen Krimi geht es in die neue Woche: Robert Thorogood schickt in Mrs Potts’ Mordclub und der tote Nachbar eine exzentrische Ermittlerin, die ihr berühmtes Vorbild nicht verleugnen kann, und ihre Freundinnen ins Rennen, um mysteriöse Geschehnisse in einer beschaulichen Kleinstadt aufzuklären.

Die neue Rezension ist hier zu finden.

Buchempfehlung: Frozen, Ghosted, Dead

Wer schon eine Weile auf Ardeija.de mitliest, kennt Sameena Jehanzeb als Grafikerin und als Autorin. Jetzt ist sie mit einem neuen Buch zurück, das ich lektorieren durfte und für das ich nicht nur deshalb hier ein bisschen Werbung mache: Frozen, Ghosted, Dead.

Im Jahre 2204 haben sich die Verhältnisse auf der Erde im Vergleich zu heute gründlich geändert – aber nur bis zu einem gewissen Grade: Noch immer gibt es Ausgrenzung und Unterdrückung, die bestimmten Bevölkerungsgruppen das Leben schwer machen. Grund genug für Niobe, deren Cousine von einem diskriminierenden Gesetz betroffen ist, an die Auswanderung auf einen fernen Planeten zu denken. Die Planungen für dieses kostspielige Vorhaben und der gewaltsame Tod ihrer Mutter, einer umstrittenen Politikerin, belasten sie eigentlich schon genug, doch dann wirft etwas ihr Leben noch weiter aus der Bahn: Urplötzlich erhält sie Morddrohungen von einem Menschen, der sich „Geist“ nennt, erst nur in der virtuellen Realität, dann aber auch ganz handfest vor der eigenen Wohnungstür.

Personenschutz, den Niobe sich eigentlich gar nicht leisten kann, muss also her, und mit der gerade von ihren üblichen Pflichten entbundenen L ist tatkräftige Hilfe auch schnell gefunden. Aber der Psychoterror gegen Niobe nimmt kein Ende, und L hat ihre eigenen Geheimnisse, die ihr Vertrauensverhältnis zu Niobe schnell ins Wanken bringen könnten, wenn sie ans Licht kämen. So ist es bald nicht mehr die einzige Komplikation, dass die beiden einander alles andere als unattraktiv finden, obwohl Niobe emotionale Verwicklungen auf der Erde eigentlich gar nicht brauchen kann …

Frozen, Ghosted, Dead ist futuristischer Thriller und Liebesroman zugleich, mit einem ungewöhnlichen Protagonistinnenduo, dessen vorsichtige Annäherung aneinander man ebenso gern verfolgt wie seine packenden Abenteuer bei dem Versuch, dahinterzukommen, wer der geheimnisvolle „Geist“ ist, der es auf Niobe abgesehen hat. Popkulturanspielungen, bissiger Humor und eine detailfreudig ausgemalte Zukunft, die ebenso viele vergnügliche wie dystopische Elemente zu bieten hat, garantieren ein unterhaltsames Lektüreerlebnis.

Wie von Sameena Jehanzeb gewohnt, ist die äußere Aufmachung des Buchs auch wieder etwas Besonderes. So hat das Glossar hübsch gestaltet seinen Platz auf den Umschlagklappen gefunden, und die Kapiteltitel greifen durch ihre Gestaltung ein Element aus der Welt des Romans geschickt wieder auf und ermöglichen es beim Lesen, sich auf mehr als nur eine Art in die Geschichte von Niobe und L hineinzuversetzen. So ist Frozen, Ghosted, Dead auch in dieser Hinsicht ein kreatives Leseabenteuer für Fans der Autorin und alle, die das erst noch werden wollen.

Sameena Jehanzeb: Frozen, Ghosted, Dead. Ein Zukunftsroman. Bonn, Selbstverlag, 2022, 424 Seiten.
ISBN: 978-3-98595-326-4

Neugierig geworden? Von Sameena Jehanzeb gibt es noch weitere Bücher:

BRÏN
Winterhof
Was Preema nicht weiß

Neu rezensiert: Diebe der Nacht

Schon etwas früher als angekündigt meldet sich Ardeija.de mit einer neuen Rezension zurück.

Im Roman Diebe der Nacht von Thilo Corzilius plant eine gerissene Gaunerbande in einer Fantasyversion von Venedig ihren größten Coup, muss aber schnell feststellen, dass in der Stadt noch skrupellosere Gestalten unterwegs sind, die vor nichts zurückschrecken, um ihre Ziele zu erreichen.

Wie sich das Buch liest, verrät die neue Rezension.

Neu rezensiert: Léon und Louise

Eine ungewöhnliche Liebesgeschichte und ein Panorama Frankreichs in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts: Der Roman Léon und Louise von Alex Capus bietet beides.

Die neue Rezension ist hier zu finden.

Damit verabschiedet sich Ardeija.de in eine verlängerte Frühjahrs- und Osterpause. Im Mai geht es hier mit neuen Rezensionen weiter. Allen Leseratten und Bücherwürmern bis dahin einen schönen Frühling!

Neu rezensiert: Gerechtigkeit

Passend zur Jahreszeit geht es in der neuen Rezension um einen Krimi, der im März spielt. Doch von vorösterlicher Frühlingsfreude ist in Gerechtigkeit von Christian Wagnon wenig zu spüren: Äußerst düstere Geschehnisse, die jahrelang verborgen waren, kommen ans Tageslicht und entlarven ein Dorfidyll als trügerisch.

Mehr über den Roman hinter diesem Link.

Neu rezensiert: Schildmaid

Seeungeheuer, altnordische Götter, versunkene Inseln und eine wilde Wikingerfahrt – der Fantasyroman Schildmaid von Judith und Christian Vogt hat an Abenteuern einiges zu bieten, enthält aber vor allem auch äußerst engagierte Kritik an den sozialen Verhältnissen des Mittelalters und auch unserer eigenen Zeit.

Mehr darüber in der neuen Rezension.

Neu rezensiert: Die Entdeckung der Medizin

Wie war es um die Medizin im antiken Griechenland bestellt? Der Name des Hippokrates ist bis heute bekannt, aber hinter vielen ihm einst zugeschriebenen Werken vermutet man mittlerweile andere Autoren. Dass Hippokrates allerdings sehr wohl der Verfasser einer wichtigen Schrift sein könnte, versucht Robin Lane Fox in Die Entdeckung der Medizin zu zeigen, und bettet diese Überlegungen in eine Kulturgeschichte der griechischen Medizin ein.

Zur neuen Rezension führt dieser Link.