Neu rezensiert: Eine Kiste voller Weihnachten

Ganz allmählich rückt der erste Advent näher – höchste Zeit also, sich mit Lektüre einzudecken, die einen in Weihnachtsstimmung bringt. Ralf Günthers Erzählung über einen aufregenden Heiligabend zwischen Dresden und dem Erzgebirge verspricht nicht nur ein Buch, sondern gleich Eine Kiste voller Weihnachten. Was es damit auf sich hat, ist in der neuen Rezension nachzulesen.

Neu rezensiert: Das alte Ägypten

Pharaonen, Pyramiden, zeitlose Kunstwerke und eine bunte Götterwelt: Die ägyptische Kultur fasziniert bis heute, kann aus der Laienperspektive aber in ihrer Jahrtausende umspannenden Entwicklung auch schnell unübersichtlich wirken und verwirren. Abhilfe schafft Hermann A. Schlögls kompakte Einführung Das alte Ägypten. Mehr darüber in der neuen Rezension.

Neu rezensiert: Something Human

Nach mehreren nur von einer Kurzgeschichtenbesprechung unterbrochenen Sachbuchrezensionen ist nun einmal wieder ein Roman an der Reihe: A. J. Demas‘ Something Human ist vordergründig eine leichte Liebesgeschichte, überzeugt aber vor allem durch eine detailverliebt ausgemalte pseudoantike Welt. Viel Spaß bei der Lektüre der neuen Rezension!

Neu rezensiert: Viking Worlds

Für alle Wikingerbegeisterten ist der Tagungsband Viking Worlds, der Ergebnisse aus den verschiedensten Forschungsfeldern vereint, eine ebenso empfehlenswerte wie vielfältige Lektüre: Von Sagaliteratur über Herrschersitze bis hin zu Webgewichten ist hier fast alles vertreten, was Rückschlüsse über eine vergangene Welt – oder vielmehr vergangene Welten – erlaubt. Näheres zu den einzelnen Aufsätzen in der neuen Rezension.

Neu rezensiert: Die Welt zur Zeit Jesu

Gäbe es einen Preis für die schönste Widmung eines Buchs, Werner Dahlheim hätte ihn verdient. Die Art, wie er Die Welt zur Zeit Jesu seiner Enkelin Elisabeth zueignet, lässt einem warm ums Herz werden. Doch auch ganz abgesehen davon hat seine spannende und elegante Darstellung der allmählichen Christianisierung des römischen Reichs viel zu bieten. Die neue Rezension verbirgt sich hinter diesem Link.

Lesetipp: Runa

Im letzten Jahr um diese Zeit erschien Sameena Jehanzebs Winterhof, ein origineller und moderner Blick auf den Schneeköniginnenstoff. Nun ist die Autorin in dieselbe Welt zurückgekehrt, um erneut ein düsteres Märchen von Tod und Liebe zu erzählen, das allerdings vor dem älteren Roman spielt: Runa. Eine kurze Geschichte vom Winterhof.

Wie der Titel schon ahnen lässt, steht hier Runa im Mittelpunkt, die geheimnisvolle junge Frau, die in Winterhof überwiegend im Hintergrund agiert. Das Leben hat sie nicht verwöhnt: Als Kind einer gewalttätigen Mutter aufgewachsen und von der Gesellschaft im Stich gelassen, sieht sie ihre einzige Chance in der Flucht in Kriminalität und Obdachlosigkeit. Nur ein besonderer Gegenstand, der ihr auf einem ihrer Streifzüge in die Hände fällt, spendet ihr Trost. Doch auf der Straße sind selbst Kleinigkeiten von geringem objektiven Wert schnell gefährdet.

Einsam wie Runa ist auch Ida, die kalte Herrin des Winterhofs. Frei wie eine Stadtstreicherin kann sie sich allerdings nur in der eisigsten Jahreszeit bewegen, und selbst dann bringen Begegnungen mit ihr meist kein Glück und tun auch ihr insgeheim nur weh – es sei denn, man ist kein Mensch wie alle anderen …

Wer Winterhof gelesen hat (was zum Verständnis der Geschichte nicht zwingend notwendig ist), ahnt natürlich schon, wie die Begegnung der beiden von ihrer sozialen Stellung her so gegensätzlichen und doch gleichermaßen in ihrer jeweiligen Außenseiterrolle gefangenen Frauen ausgehen wird.

Doch das Ende ist gar nicht einmal das Wichtigste an der kleinen Erzählung. Sie lebt vielmehr von Sameena Jehanzebs Talent, Schauriges zugleich faszinierend zu machen, und von ihrer einfühlsamen Charakterisierung der Figuren. Wie immer in ihren Büchern ist viel Mitgefühl mit den Schwachen und Ausgestoßenen dabei, das deren Handeln nachvollziehbar macht, ohne es zu entschuldigen, daneben aber auch ein untrügliches Gespür für die finsteren Aspekte von Mythen, Sagen und Märchen. Sentimentalität kann da nicht aufkommen, aber doch so etwas wie ein Moment des Trosts inmitten sehr bitterer Verhältnisse.

So ist die – um einmal die Geschichte selbst zu zitieren – „grausamschöne Welt des Winterhofs“ auch diesmal wieder einen Ausflug wert. Wer sich dem Winter entgegengruseln möchte, findet in Runa und Ida kundige Reisebegleiterinnen.

Sameena Jehanzeb: Runa. Eine kurze Geschichte vom Winterhof. Norderstedt, Books on Demand, 2019 (E-Book).
ISBN: 978-3749480715

 

 

Neu rezensiert: Das antike Rom

Nach monatelanger Römerflaute in den Rezensionen muss es natürlich wieder einmal zurück ins Altertum gehen. Frank Kolbs kleine Stadtgeschichte Das antike Rom ist eine gute Möglichkeit, entspannt durch die Jahrhunderte zwischen Eisenzeit und Spätantike zu flanieren und einiges über die unterschiedlichsten Bauwerke und ihre praktische wie ideelle Funktion zu lernen. Die neue Buchbesprechung findet sich hier.

Neu rezensiert: Löwenmenschen und Schamanen

Der Löwenmensch von der Schwäbischen Alb ist einer der bekanntesten steinzeitlichen Funde Deutschlands. Stellt das sonderbare Mischwesen vielleicht einen Schamanen dar, der sich in Trance in ein Tier zu verwandeln glaubt? Das ist nur eine der Fragen, denen Andy Reymann und Andrea Zeeb-Lanz in Löwenmenschen und Schamanen. Magie in der Vorgeschichte nachgehen, ohne sie mit letzter Sicherheit beantworten zu können. Die neue Rezension ist hier zu finden.

Neu rezensiert: Der Wald

Ob man den Wald als unberührte Natur schlechthin oder als unheimlichen Aufenthaltsort von bedrohlichen Geschöpfen begreift, hängt neben der sozialen und kulturellen Prägung sicher immer auch ein wenig vom persönlichen Temperament ab. Allen positiven wie negativen Vorurteilen versucht Hansjörg Küster in seiner kurzen Einführung Der Wald einen nüchternen Blick unter biologischer und historischer Perspektive entgegenzusetzen. Mehr darüber in der neuen Rezension.

Neu rezensiert: Tagebuch eines Buchhändlers

Nicht zuletzt durch die Konkurrenz großer Onlineversandunternehmen stecken unabhängige Buchhandlungen seit Jahren in einer Krise. Das ist auch in Shaun Bythells autobiographischem Tagebuch eines Buchhändlers die Grundsituation, die sich allerdings dank des Galgenhumors, mit dem das oft bedauerliche Verhalten der Kundschaft geschildert wird, recht unterhaltsam liest. Wer mehr über das Betreiben eines Antiquariats und nebenbei auch noch über das Lachsfischen erfahren möchte, ist hier an der richtigen Stelle. Alles Weitere darüber in der neuen Rezension.