Als ausgewiesene Expertin für griechische Geschichte bietet Elke Stein-Hölkeskamp einen hochinteressanten Blick ins archaische Zeitalter – doch dass es sich dabei nicht ganz um die vom Reihenkonzept verheißene breite Übersicht, sondern eher um eine sehr literarisch geprägte Perspektive handelt, erfährt man in der neuen Rezension.
Archiv des Autors: Ardeija
Buchtipps: Mittelalter
Als Mediävist ist man nicht über alles glücklich, was über das Mittelalter so veröffentlicht wird, aber es gibt auch viele gute Bücher, die interessante Aspekte der Epoche beleuchten, die nichts mit den populären Klischees von Rittern, Pest und Ketzerverfolgung zu tun haben. Einige Buchtipps zum Mittelalter sind deshalb hier zu finden.
Neu rezensiert: Das frühmittelalterliche Gräberfeld von Weingarten
Nach den Bards of Bone Plain Anfang Mai bleibt Ardeija.de in gewissem Sinne beim Thema Knochen … Allerdings geht es heute nicht um einen Roman, sondern um ein spannendes, wenn auch kurzes Büchlein über einen frühmittelalterlichen Friedhof und seine archäologische Untersuchung. Die neue Rezension ist hier zu finden.
Neu rezensiert: The Bards of Bone Plain
Mai und Kelten – das passt zusammen, sei es nun, weil heute von manchen ein anderer Feiertag als der Tag der Arbeit begangen wird, oder weil man im Hinterkopf hat, dass König Artus bei Wolfram von Eschenbach mit leichtem Augenzwinkern als der „meienbaere man“ beschrieben wird, dessen Erlebnisse in der Literatur irgendwie immer in den Wonnemonat fallen … Zum Maianfang geht es daher um einen keltisch inspirierten Fantasyroman, Patricia A. McKillips The Bards of Bone Plain, ein poetisches Werk um Barden und andersweltliche Magie.
Ardeija.de wünscht allen Lesern einen schönen 1. Mai und viel Vergnügen mit der neuen Rezension, die hier zu finden ist.
Neu rezensiert: Ostia – Der Hafen Roms
Wir bleiben in der Antike, aber es geht wieder in den Sachbuchbereich und in die römische Welt. Aus dem schönen Bildband von Marion Bolder-Boos kann man einiges über die bedeutende Hafenstadt Ostia lernen. Die neue Rezension ist hier zu finden.
Neu rezensiert: Der Makedonier
Philipp II. von Makedonien bekommt einen zweiten Auftritt auf Ardeija.de. Allerdings geht es heute nicht wie neulich um eine wissenschaftliche Biographie, sondern um einen historischen Roman, in dem der König im Mittelpunkt steht. Die neue Rezension ist hier zu finden.
Neu rezensiert: Am Beispiel der Gabel
Bee Wilsons Kulturgeschichte von Kochkunst und Tischsitten wirkt auf den ersten Blick vielversprechend, ist aber letzten Endes ein zwiespältiges Lesevergnügen. Die neue Rezension ist hier zu finden.
Neu rezensiert: Brot und Spiele
Die Journalistin Fenja Schmidt, eine erfahrene Sachbuchrezensentin, hat Ardeija.de freundlicherweise ihre Besprechung dieser interessanten Anthologie über das Alltagsleben im alten Rom zur Verfügung gestellt – an dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank dafür! Die Gastrezension ist hier zu finden.
Buchempfehlung: Von Flüchen, Tod und Geisterspuk
Das Buch einer Freundin im eigentlichen Sinne zu rezensieren, wäre nicht statthaft, vor allem dann nicht, wenn man seine Genese über lange Zeit hinweg begleitet hat – und so geht es mir bei der hier vorgestellen Kurzgeschichtensammlung. Unerwähnt lassen möchte ich Kassandra Sperls Von Flüchen, Tod und Geisterspuk. Sechs phantastische Geschichten aber auf keinen Fall, und so sei diese gerade erst erschienene Veröffentlichung allen ans Herz gelegt, die mit Gespenstergeschichten und liebevoll ausgemalten fremden Welten etwas anfangen können.
Zentrales Thema der in dem schön gestalteten Band versammelten kurzen Erzählungen ist das Einbrechen bedrohlicher und zumeist übernatürlicher Phänomene (über die der Titel einen guten ersten Überblick gewährt) in die Lebenswelt ganz unterschiedlicher Gestalten, die eine gewisse Außenseiterrolle eint: Ob reisende Gelehrte, Mitarbeiterin der Hafenmeisterei, verachteter Söldner oder mit einem schweren Erbe konfrontierter Jüngling, mit dem Unheimlichen müssen oder wollen sie allesamt allein fertigwerden. Dass das bisweilen zu einem tragischen oder gar bitterbösen Ausgang führt, ist gewissermaßen vorprogrammiert, so dass es umso schöner ist, dass sich hier und da durchaus auch versöhnliche Elemente oder ein Aufblitzen von Humor im Spiel mit liebgewonnenen literarischen Konventionen finden.
Den furiosen Auftakt bildet Halliéna: In der titelgebenden Hafenstadt scheint der leibhaftige Tod umzugehen und ein Opfer nach dem anderen verfrüht ins Grab zu bringen, bis eine unbesungene Heldin ihm den Kampf ansagt und erkennen muss, dass sie das wahre Ausmaß des Grauens beträchtlich unterschätzt hat. Der äußere Schein trügt auch in der gleichnamigen Geschichte, in der es zu einer folgenschweren Begegnung zwischen zwei Opfern von Vorurteilen kommt und die besten Absichten ungeahnte Konsequenzen nach sich ziehen.
Nachtmahr und Herzblut dagegen machen als zweiteilige Erzählung deutlich, dass das vermeintliche Ungeheuer nicht immer der wahre Böse ist, und schildern zugleich anrührend das Erwachsenwerden eines Jungen, der in der Waldeinsamkeit unverhofft vom Beschützten zum Beschützer werden muss.
Ein Ozean voller Sterne mag auf den ersten Blick Poetisches verheißen, bietet aber eher Schimmelreiter-Atmosphäre als Naturromantik, wenn das Meer seine schaurigen Geheimnisse preisgibt und eine ganze Dorfgemeinschaft sich nicht nur mit einem Unwetter, sondern zugleich auch mit den Auswirkungen einer moralisch fragwürdigen Entscheidung konfrontiert sieht. Auch Die Rose von Laverne hat ein Gewässer zu bieten, an dessen Ufern ein Gespenst umgeht, dem man Grauenvolles nachsagt – ob zu Recht, ist, wie so manches in diesen klug konstruierten Geschichten, eine Frage der Perspektive …
Ganz gleich, ob man als Fantasyleser abseits ausgetretener Pfade auf der Suche nach neuen Stimmen im Genre ist, ob man als Freund von Sagen und Märchen einen Einstieg in die Phantastik sucht oder ob man sich als Liebhaber sprachlich anspruchsvoll gestalteter Kurzprosa die Aufgeschlossenheit bewahrt hat, vor Magie und Andersweltlichkeit nicht gleich reflexartig zurückzuschrecken: Von Flüchen, Tod und Geisterspuk bietet unterhaltsame und spannende Lektüre und macht Lust auf mehr aus Kassandra Sperls Feder.
Kassandra Sperl: Von Flüchen, Tod und Geisterspuk. Sechs phantastische Geschichten. Luxemburg, CreateSpace (Amazon), 2015, 257 Seiten.
ISBN: 978-1506190310
Neu rezensiert: Philipp II. von Makedonien
Um einen erfolgreichen, widersprüchlichen König, der weit mehr war als nur der Vater eines berühmten Sohnes, geht es in Jörg Fündlings glänzend geschriebener Biographie. Die neue Rezension ist hier zu finden.