Archiv der Kategorie: Allgemein

Werbung in eigener Sache: Immergrün und Walküren

Mein neues Buch Immergrün und Walküren ist ab sofort im Buchhandel zu bestellen. Für reichlich Tee und Geister ist natürlich gesorgt.

Cover des Buchs "Immergrün und Walküren"

Cover: Sameena Jehanzeb, www.saje-design.de

Wer Tricontium oder Die Teeräuber gelesen hat, wird einige alte Bekannte wiedertreffen. Aber die hier versammelten Geschichten lassen sich auch unabhängig von den Romanen lesen, vielleicht sogar als eine Art Episodenroman. Denn es geht in allen Texten um dasselbe Figurenensemble (in wechselnden Konstellationen):

In Aquae Calicis riecht die Freiheit nach Lavendelseife. Aber ganz gleich, ob nun entflohene Gefangene die Stadt unsicher machen, eine Richterin Geister sieht oder drei nicht allzu Weise aus dem Abendland einer jungen Familie einen Besuch abstatten: Mit Drachen und Walküren ist immer zu rechnen.

Zehn miteinander verflochtene Geschichten entführen in eine verzauberte Welt.

Cover und Buchgestaltung hat wieder Sameena Jehanzeb (saje design) übernommen und sich dabei selbst übertroffen: Diesmal gibt es im Buch auch zu jeder einzelnen Geschichte eine kleine Illustration.

Neugierig geworden? Die kürzeste Geschichte aus dem Band, Eine gelbe Rose, findet sich als Leseprobe hier.

Sobald außer dem Taschenbuch auch das E-Book erschienen ist, weise ich darauf in einem weiteren Blogbeitrag hin.

Maike Claußnitzer: Immergrün und Walküren. Norderstedt, Books on Demand, 2020, 316 Seiten, 12 Euro.
ISBN: 978-3751969321

Neu rezensiert: Mein Kompass ist der Eigensinn

Zugegeben: Schreibratgeber nehme ich eher selten zur Hand. Aber da mich kürzlich eine nette Rezensionsanfrage der Autorin Maria Almana erreichte, habe ich bei Mein Kompass ist der Eigensinn eine Ausnahme gemacht.

Mehr über die in der Tat sehr eigensinnige Mischung aus literaturhistorischem Streifzug und Hilfe zur Selbsthilfe in der neuen Rezension.

Neu rezensiert: Gefahr auf See

Wer bei dem Wort „Piraten“ vor seinem inneren Auge ausschließlich Gestalten geradewegs aus Fluch der Karibik sieht, wird dieses Bild nach der Lektüre von Heidrun Derks‘ Gefahr auf See revidieren müssen: Die Ursprünge des Begriffs liegen nicht ohne Grund im Altgriechischen, denn auch schon in der Antike war Seeraub ein Problem.

Alles Weitere zu der lesenswerten Einführung in der neuen Rezension.

Neu rezensiert: Der Esel steht

Eine Frankreichreise ist im realen Leben zwar aufgrund der aktuellen Lage nicht möglich, literarisch aber glücklicherweise jederzeit. Wem der Sinn nach einer Wanderung durch die Cevennen steht, der findet in Erik Kormanns liebenswertem Reisebericht Der Esel steht genau die richtige Lektüre.

Die neue Rezension verbirgt sich hinter diesem Link.

Buchempfehlung: Was Preema nicht weiß

Was Preema nicht weiß (Buchcover)

Covergestaltung: Sameena Jehanzeb (saje Design)

Zugegeben, eine richtige Rezension wird der folgende Text nicht, eher Werbung auch ein bisschen in eigener Sache. Die Fantasy- und Science-Fiction-Autorin Sameena Jehanzeb ist nach BRÏN und Winterhof mit einem neuen Roman zurück, und diesmal durfte ich das Projekt als Lektorin begleiten, was mir viel Freude bereitet hat. Denn Was Preema nicht weiß ist ein Buch, in dem Sameena Jehanzeb nicht nur ihre bewährten Qualitäten als Erzählerin spannender Geschichten um einprägsame Figuren unter Beweis stellt, sondern auch wieder einmal ihre enorme Wandelbarkeit zeigt, geht es doch hier um ein ganz anderes Thema als in ihren bisherigen Veröffentlichungen.

Preema Anand hat offensichtlich den Weltuntergang überlebt. Ihr Gedächtnis hatte leider nicht so viel Glück. Bis auf ihren Namen bringt die junge Frau also nur die feste Überzeugung mit, eine Katastrophe überstanden zu haben, als sie in einem rätselhaften weißen Raum erwacht. Bald stellt sich heraus, dass sie nicht der einzige Mensch ist, der ein solches Schicksal erlitten hat. Doch sich auf der idyllischen Lichtung einzuleben, die den anderen zum Zufluchtsort geworden ist, fällt Preema schwer. Zu vieles hier ist nicht so, wie es auf den ersten Blick erscheint, und die Erklärungen, die Preemas neue Bekannte – von der Künstlerin über den entspannten Surfertypen bis hin zum Computerspezialisten – dafür anzubieten haben, überzeugen sie nicht.

Je eifriger Preema Nachforschungen über die seltsamen Phänomene auf der Lichtung anstellt, desto deutlicher wird ihr, dass der Schlüssel zum Verständnis ihrer Situation in ihren eigenen Erinnerungen liegt, die sie nach und nach zurückgewinnt: an ihre beste Freundin Nicole, die ihr fast so etwas wie eine Schwester war, bis eine Tragödie ihre Kindheit erschütterte, an ihr Leben in einer futuristischen Stadt auf dem Meer und an die forsche Gwenn, die mehr als einmal ihren Weg kreuzte. Aber was, wenn das Wissen um die Vergangenheit nicht nur die ersehnten Erkenntnisse birgt, sondern ganz neue Gefahren heraufbeschwört und vielleicht sogar über Leben und Tod entscheidet?

Wie Sameena Jehanzebs bisherige Romane sprengt auch dieser hier simple Genrezuordnungen. Rein formal zählt der Blick in die nahe Zukunft (Preemas Weltuntergang ereignet sich nämlich, wie gleich der erste Satz verrät, „am 13. April 2036“) vermutlich noch am ehesten als Science-Fiction. Aber Preemas Erlebnisse auf der Lichtung enthalten durchaus auch aus der Fantasy vertraute Elemente, und ihre als zweite Zeitebene mit ihren Abenteuern verwobenen Erinnerungen lesen sich eher wie ein um ein paar heute noch unbekannte technische Neuerungen ergänzter realistischer Roman. Die Autorin spielt dabei geschickt mit den Lesererwartungen. Immer wieder werden Klischees anzitiert, um dann im nächsten Moment schon wieder lustvoll gebrochen zu werden, und die eigentlichen Hintergründe dessen, was Preema zugestoßen ist, erweisen sich als um einiges tragischer als all die Vermutungen, die vorher im Raume stehen.

Obwohl einem also einige Passagen beim Lesen durchaus an die Nieren gehen können, ist Was Preema nicht weiß zugleich ein ungemein unterhaltsamer Roman voller Humor, der sich oft in Popkulturanspielungen versteckt, in Alltagsschilderungen aufblitzt oder beides vereint (das Spaghettikochen z.B. hat für Preema so seine Tücken, die nur mithilfe von Star Trek adäquat zu beschreiben sind). Auch die Wortgefechte, die sich die Protagonistin immer wieder mit der unverwüstlichen Gwenn liefert, die – so viel sei an dieser Stelle verraten – in ihren Erinnerungen eine sehr wichtige Rolle spielt, sind ein amüsanter Lesegenuss. Großen Anteil am Lektüreerlebnis hat aber auch die zauberhafte Buchgestaltung, die von der Autorin selbst stammt und bei den Kapitelillustrationen einen Kunstgriff beinhaltet, den man schon selbst entdecken muss und wahrscheinlich erst richtig zu schätzen weiß, wenn man die komplette Geschichte kennt.

Eine Aktualität, die zu Beginn der Arbeit an dem Projekt so noch nicht absehbar war, besitzt das Buch hinsichtlich der Frage, wie Menschen mit Krisensituationen umgehen, auch mit solchen, die viel Geduld und Durchhaltevermögen erfordern. Die Perspektive der Autorin darauf ist durchaus hoffnungsvoll, betont sie doch, wie sehr es der einzelne Mensch in der Hand hat, an Unglücksfällen entweder zu zerbrechen oder sich eben doch wieder dem Leben zu stellen – auch wenn dieser Prozess vielleicht lange dauert und nur in kleinen Schritten vorangeht.

Wenn Preema also eines ist, dann genau die richtige Begleiterin in schweren Zeiten, die einem dabei helfen kann, Lebensmut und Lachen nicht zu verlieren, auch wenn man selbst gerade nicht so richtig weiß, wie es weitergehen soll.

Sameena Jehanzeb: Was Preema nicht weiß. Bonn, Selbstverlag, 2020, 354 Seiten.
ISBN: 978-3966983068

Neu rezensiert: Von den Fischen in der Ostsee

Ob man beim derzeit noch eher trüben Frühlingsgrau große Lust auf einen Ausflug an die Ostsee hat, ist wohl Geschmackssache, aber Märchen und Sagen sind glücklicherweise nicht von Wetterbedingungen abhängig. In Albert Burkhardts Sammlung Von den Fischen an der Ostsee sind zahlreiche solche Geschichten aus Mecklenburg-Vorpommern zusammengetragen.

Viel Vergnügen mit der neuen Rezension!

Neu rezensiert: Ovids Metamorphosen

Wie wäre es mit einem Ausflug in die altrömische Literatur? Der Beitragstitel ist allerdings etwas irreführend, denn natürlich wird hier nicht der antike Primärtext selbst besprochen, sondern die literaturwissenschaftliche Einführung Ovids Metamorphosen, in der Niklas Holzberg beweist, dass auch das Lesen über Texte durchaus Spaß machen kann. Zur neuen Rezension führt dieser Link.

Neu rezensiert: Wie wir Menschen wurden

Heute geht es tiefer in die Vergangenheit als sonst von Ardeija.de gewohnt: In Wie wir Menschen wurden ergründet die Paläontologin Madelaine Böhme unterstützt von zwei Wissenschaftsjournalisten die Frage nach der Menschwerdung und berichtet von interessanten neuen Entdeckungen ebenso wie von veränderten Interprationen vertrauter Funde. Mehr darüber in der neuen Rezension.

Ein letztes Mal Werbung in diesem Jahr: Die Teeräuber (E-Book)

Eine ganz kurze Unterbrechung erfährt die vorhin angekündigte Winterpause hiermit doch noch:

Mein neuer Roman Die Teeräuber ist jetzt auch als E-Book erhältlich (ISBN 978-3750447035). Für zwei Wochen gilt der Einführungspreis von 3,99 Euro, ab dann der reguläre Preis von 6,99 Euro.

Mehr zum Buch in meinem Beitrag zum Erscheinen der Printausgabe.

Damit endgültig frohe Weihnachten und eine schöne Zeit zwischen den Jahren!

Winterpause

Allen Leseratten frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2020!

Mit diesen guten Wünschen verabschiedet Ardeija.de sich in die alljährliche Winter- und Weihnachtspause. Im neuen Jahr geht es hier mit Rezensionen vieler spannender Bücher weiter.