Archiv der Kategorie: Allgemein

Neu rezensiert: Von den Fischen in der Ostsee

Ob man beim derzeit noch eher trüben Frühlingsgrau große Lust auf einen Ausflug an die Ostsee hat, ist wohl Geschmackssache, aber Märchen und Sagen sind glücklicherweise nicht von Wetterbedingungen abhängig. In Albert Burkhardts Sammlung Von den Fischen an der Ostsee sind zahlreiche solche Geschichten aus Mecklenburg-Vorpommern zusammengetragen.

Viel Vergnügen mit der neuen Rezension!

Neu rezensiert: Ovids Metamorphosen

Wie wäre es mit einem Ausflug in die altrömische Literatur? Der Beitragstitel ist allerdings etwas irreführend, denn natürlich wird hier nicht der antike Primärtext selbst besprochen, sondern die literaturwissenschaftliche Einführung Ovids Metamorphosen, in der Niklas Holzberg beweist, dass auch das Lesen über Texte durchaus Spaß machen kann. Zur neuen Rezension führt dieser Link.

Neu rezensiert: Wie wir Menschen wurden

Heute geht es tiefer in die Vergangenheit als sonst von Ardeija.de gewohnt: In Wie wir Menschen wurden ergründet die Paläontologin Madelaine Böhme unterstützt von zwei Wissenschaftsjournalisten die Frage nach der Menschwerdung und berichtet von interessanten neuen Entdeckungen ebenso wie von veränderten Interprationen vertrauter Funde. Mehr darüber in der neuen Rezension.

Ein letztes Mal Werbung in diesem Jahr: Die Teeräuber (E-Book)

Eine ganz kurze Unterbrechung erfährt die vorhin angekündigte Winterpause hiermit doch noch:

Mein neuer Roman Die Teeräuber ist jetzt auch als E-Book erhältlich (ISBN 978-3750447035). Für zwei Wochen gilt der Einführungspreis von 3,99 Euro, ab dann der reguläre Preis von 6,99 Euro.

Mehr zum Buch in meinem Beitrag zum Erscheinen der Printausgabe.

Damit endgültig frohe Weihnachten und eine schöne Zeit zwischen den Jahren!

Winterpause

Allen Leseratten frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2020!

Mit diesen guten Wünschen verabschiedet Ardeija.de sich in die alljährliche Winter- und Weihnachtspause. Im neuen Jahr geht es hier mit Rezensionen vieler spannender Bücher weiter.

Und noch einmal Werbung: Die Teeräuber

Wie neulich schon im Beitrag zu meiner Kurzgeschichte Songs for Fools and Children angekündigt, gibt es heute noch einmal Werbung in eigener Sache: Mein Roman Die Teeräuber ist vor einigen Tagen bei Books on Demand erschienen.

Cover des Romans "Die Teeräuber"

Covergestaltung: Sameena Jehanzeb

Zwar knüpft das neue Buch an meinen ersten Roman Tricontium und im gewissen Maße auch an das Rattenlied (mehr darüber hier) an, aber Die Teeräuber lassen sich unabhängig von den älteren Geschichten lesen:

Schmuggel, Teeraub und versuchter Mord – all das ist für Richterin Herrad leider nichts Ungewöhnliches. Diesmal allerdings sind die Hauptverdächtigen alte Bekannte ihres Mannes Wulfila. So droht bald die Vergangenheit die Gegenwart zu überschatten, während sich Gespenster in die Welt der Lebenden einmischen und immer mehr darauf hindeutet, dass vielleicht sogar Dämonen die Hörner im Spiel haben …

Doch Geisterspuk und Verbrechen sind natürlich nicht das Einzige, worum es im Novembergrau der märchenhaft mittelalterlichen Stadt Aquae Calicis geht. Die Teeräuber sind auch ein Buch über Freundschaften, ihr Scheitern und ihr Gelingen sowie den Umgang mit dem, was sich nicht ändern lässt – und natürlich eines über Tee und einen kleinen Drachen.

Cover und Buchgestaltung stammen wie gewohnt von Sameena Jehanzeb (saje design).

Wer neugierig geworden ist, findet hier eine Leseprobe (PDF).

Maike Claußnitzer: Die Teeräuber. Norderstedt, Books on Demand, 2019, 648 Seiten, 17 Euro.
ISBN: 978-3750413702

Sobald außer dem Taschenbuch auch das E-Book erschienen ist, gibt es hier im Blog noch einmal einen Hinweis darauf.

Werbung in eigener Sache: Songs for Fools and Children

Allen Leseratten und Bücherwürmern einen schönen ersten Advent!

Der erste Beitrag im Dezember ist zur Abwechslung einmal keine Rezension, sondern Werbung in eigener Sache. In der amerikanischen Onlinezeitschrift Swords and Sorcery Magazine ist eine Kurzgeschichte von mir auf Englisch erschienen.

Trotz ihrer sehr unterschiedlichen Berufswahl haben die Kriegerin Meara und der Skalde Orm zweierlei gemeinsam: Sie können mit Geistern sprechen und haben außerdem die Neigung, um Ecken zu denken, die anderen in der Wikingersiedlung Straela gar nicht auffallen. Doch schon vor Jahren hat eine Tat, die Meara einen eher fragwürdigen Ruf eingebracht hat, die einst enge Freundschaft der beiden zerstört. Dass sie sich nun ausgerechnet nach einem blutigen Kampf wiedersehen, in dem sie nicht auf derselben Seite gestanden haben, verheißt nichts Gutes – oder etwa doch?

Anders als meine anderen Geschichten ist diese frei im Internet zugänglich. Wer neugierig geworden ist, findet Songs for Fools and Children hinter diesem Link.

Was Neuigkeiten in Sachen Schreiben angeht, lohnt es sich übrigens, in nächster Zeit meine Blogbeiträge im Auge zu behalten – bald gibt es diesbezüglich noch eine Ankündigung zu machen.

Neu rezensiert: Das alte Ägypten

Pharaonen, Pyramiden, zeitlose Kunstwerke und eine bunte Götterwelt: Die ägyptische Kultur fasziniert bis heute, kann aus der Laienperspektive aber in ihrer Jahrtausende umspannenden Entwicklung auch schnell unübersichtlich wirken und verwirren. Abhilfe schafft Hermann A. Schlögls kompakte Einführung Das alte Ägypten. Mehr darüber in der neuen Rezension.

Werbung (nicht nur) in eigener Sache: Würfelglück

Ein neues Buch von mir ist zwar noch nicht erschienen, aber in einer kürzlich veröffentlichten Anthologie mit Beiträgen von siebzehn verschiedenen Autorinnen und Autoren bin ich mit einer Kurzgeschichte vertreten.

In Würfelglück steht zur Abwechslung einmal eine Figur im Mittelpunkt, die in meinen Geschichten bisher nur Auftritte als Antagonistin hatte: Skua die Rote, eine Wikingerin, mit der selbst an guten Tagen nicht zu spaßen ist – und ein guter Tag ist für sie ohnehin nur einer, an dem sie mindestens ein Kloster plündert oder ein paar Gegner außer Gefecht setzt.

Würfelglück zeigt Skua noch ganz am Anfang ihrer fragwürdigen Karriere, doch sie stellt schon hier unter Beweis, dass sie Spiele gewinnen und wilde Schlachten überstehen kann. Das alles hilft ihr jedoch herzlich wenig, als sie sich einer Walküre gegenübersieht, die – sehr zu Skuas Missvergnügen – eigentlich nur ihre Aufgabe erfüllen will und dabei auf tatkräftige Unterstützung hofft. Ob sich das Verhängnis noch abwenden lässt?

Einen Beitrag zur Anthologie beigesteuert hat übrigens auch Kassandra Sperl, deren Erstlingswerk Von Flüchen, Tod und Geisterspuk vor einigen Jahren auf Ardeija.de vorgestellt worden ist. In ihrer spannenden neuen Geschichte Schicksalswahl ist die junge Islind entschlossen, zu verhindern, dass ihr Geliebter Wolfgar sich unbedacht in einen Kampf stürzt, den er nicht gewinnen kann. Aber wenn die Mächte des Schicksals gegen einen sind, stehen die Aussichten schlecht, die eigenen Wünsche durchzusetzen – es sei denn, man scheut nicht vor einer Entscheidung zurück, deren Tragweite kaum abzuschätzen ist …

Wer neugierig geworden ist, sollte zu folgendem Buch greifen:

Alfons Th. Seeboth, Nicki P. Cook (Hrsg.): Yggdrasil der Weltenbaum. Valkyren, die Töchter Odins. Syke, Wölfchen Verlag, 2019, 270 Seiten.
ISBN: 9783943406726

Lesetipps in Kurzform 7 – Märchen von und über Frauen

Immer wieder begegnet einem das Vorurteil, in Märchen, Sagen und Mythen seien Frauen allein auf passive Rollen wie die der vom Helden geretteten Prinzessin reduziert. Zum heutigen Weltfrauentag gibt es daher auf Ardeija.de eine kleine Zusammenstellung von thematisch relevanten Märchenbüchern, die zeigen, dass es an Gegenbeispielen nicht mangelt.

Die Frau, die auszog, ihren Mann zu erlösen

Einer der Klassiker schlechthin auf dem Gebiet der Märchensammlung rund um starke Frauen ist diese Zusammenstellung verschiedenster Geschichten aus ganz Europa von Sigrid Früh. Von listigen Bauerntöchtern über kämpferische Zarinnen bis hin zu einer jungen Soldatin, die mithilfe eines hellseherisch begabten Satyrs einen König erobert, sind hier zahlreiche eindrucksvolle Gestalten in klassischen Märchen versammelt.

Sigrid Früh (Hrsg.): Die Frau, die auszog, ihren Mann zu erlösen. Europäische Frauenmärchen. Frankfurt am Main, Fischer Taschenbuch, 1991, 160 Seiten. ISBN: 3596104637

Verzauberte Hosen

Geographisch breiter aufgestellt und vom Tonfall her ganz anders kommt Scharuk Husains Sammlung um als Männer verkleidete Frauen daher. Die Autorin erzählt Geschichten unterschiedlichster Herkunft (vom Volksmärchen über spätmittelalterliche Novellen bis hin zur Legenda Aurea) modern und augenzwinkernd nach und führt so von Italien bis Tibet quer durch die ganze Welt. Ein sympathisch geschriebenes Vorwort und ausführliche Quellennachweise zu den einzelnen Texten runden den lesenswerten Band ab.

Scharuk Husain: Verzauberte Hosen. Frauenmärchen um Liebe, Macht und die Kunst der Verwandlung. Aus dem Englischen von Ruth Melcer. Zürich, Unionsverlag, 1996, 318 Seiten. ISBN: 3293200842

Märchen von starken Frauen

Auf die verschiedensten Kontinente führt auch diese Märchensammlung, deren Titel Programm ist: Monika Kühn präsentiert ganz gezielt selbstbewusst und aktiv handelnde Frauengestalten. Stark sind sie alle, aber nicht unbedingt nett und in ihrer Vorgehensweise zur Nachahmung empfohlen – hier kommen durchaus einmal Schurkinnen in der Hauptrolle zum Zuge, auch wenn die positiven Heldinnen in der Überzahl sind.

Monika Kühn (Hrsg.): Märchen von starken Frauen. München, DTV, 8. Auflage 2000, 240 Seiten. ISBN: 3423202862

Wie Frauen die Welt erschufen

Unter einer ganz anderen Perspektive stellt Frederik Hetmann in dieser Sammlung Geschichten um ebenfalls starke Frauen zusammen: Ihm geht es um die Vorstellung einer weiblichen Schöpfergottheit, die sich nicht nur in zahlreichen Mythen aus aller Welt findet, sondern auch in den verschiedensten Märchen noch anklingt. Obwohl Hetmann sich in seinem Grundansatz stark auf die wissenschafltich nicht unumstrittenen Theorien von Robert von Ranke-Graves aus The White Goddess stützt, gelingt ihm eine anregende und durchaus interessante Auswahl.

Frederik Hetmann (Hrsg.): Wie Frauen die Welt erschufen. Mythen, Märchen und Legenden. Zürich, Unionsverlag, 2001, 256 Seiten. ISBN: 3293201997

Scheherazades Schwestern

Ursula Schulze schließlich legt den Schwerpunkt nicht auf die Protagonistinnen, sondern auf die Autorinnen der von ihr herausgegebenen Kunstmärchen: Alle sind von Frauen verfasst, und zwar durchaus nicht von unbekannten. Von Marie-Catherine d’Aulnoy über Bettine von Arnim, Marie von Ebner-Eschenbach und Selma Lagerlöf bis hin zu Joan Aiken, Ingeborg Bachmann und Christine Nöstlinger sind hier große Namen der Literaturgeschichte versammelt.

Ursula Schulze (Hrsg.): Scheherazades Schwestern. Die schönsten Märchen, geschrieben von Frauen. München, Piper Verlag, 2004, 192 Seiten. ISBN: 3492231921