Top Ten Thursday: Ein-Wort-Titel

Der Top Ten Thursday ist eine Aktion des Blogs Weltenwanderer, bei der es darum geht, jeweils zehn Bücher zu präsentieren, die einem bestimmten Kriterium entsprechen. Heute sollen Bücher vorgestellt werden, deren Titel nur aus einem Wort besteht. Meine Auswahl ist die folgende (etwaige Untertitel werden dabei gepflegt ignoriert).

Altweiberwohnen

Das ist ein Titel, der aufmerken lässt – zu Recht, denn der Bildband, der sich dahinter verbirgt, ist ein lesenswerter, verblüffender und oft auch unbeschreiblich charmanter Ausflug in die Lebenswelt alter Frauen. Eine ausführliche Besprechung ist hier zu finden.

Ulrike Scherzer, Juliana Socher: Altweiberwohnen. Gespräche und Fotografien über das Wohnen im Alter. Salzburg/Wien, Residenz Verlag, 2016, 152 Seiten. ISBN: 9783701733934

Pompeji

Ein zweiter Bildband darf auf der Liste nicht fehlen, aber er ist ganz anders als der erste. In diesem schönen Ausstellungskatalog geht es um pompejanische Kunst (insbesondere Wandmalereien). Die Rezension versteckt sich unter diesem Link.

Andreas Hoffmann, Michael Philipp, Ortrud Westheider (Hrsg.): Pompeji. Götter, Mythen, Menschen. Hirmer, 2014, 240 Seiten. ISBN: 978-3777423005

Augustus

Bei historischen Romanen bin ich oft eine überkritische Leserin, aber dieser hier – ein Briefroman über den ersten römischen Kaiser – hat mich überzeugt. Auch wenn Augustus vielleicht nicht so war, wie er hier geschildert wird, man kann zumindest für die Spanne der Lektüre daran glauben, dass er so hätte sein können. Zur ausführlichen Rezension geht es hier entlang.

John Williams: Augustus. 3. Aufl. München, DTV, 2016 (Original: 1971, Neuausgabe 2014), 474 Seiten. ISBN: 9783423280891

BRÏN

Jeanne d’Arc, Jack the Ripper, ein fremder Planet voller Magie, eine Liebesgeschichte mit Hindernissen, eine Katze auf Abwegen und viel schräger Humor – der Roman BRÏN vereint mühelos Elemente, von denen man gar nicht glauben kann, dass sie unter einen Hut zu bringen sind, zu einer spannenden Handlung. Auch zu diesem Buch gibt es eine ausführliche Besprechung.

BRÏN ist übrigens gerade auch bei einem Cover-Wettbewerb unter den letzten fünf – wer möchte, kann unter dem folgenden Link mit abstimmen.

Sameena Jehanzeb: BRÏN. Uetersen, Butze Verlag, 2017, 428 Seiten. ISBN: 9783940611574

Lostage

Manche Romane bleiben einem mit ihrer ganzen Wucht noch lange nach der Lektüre im Gedächtnis, und Lostage gehört eindeutig dazu: Ein Episoden- und Figurenreigen verbindet Vergangenheit und Gegenwart eines ostdeutschen Tagebaureviers mit Träumen und Sehnsüchten und ganz zum Schluss vielleicht gar mit einem Hauch Magie. Hier die Rezension.

Tina Pruschmann: Lostage. Salzburg/Wien, Residenz Verlag, 2017, 218 Seiten. ISBN: 9783701716807

Lavendelblues

Wer Frankreich mag, sollte diesen Sommertraum von einem Roman dringend lesen, wer Frankreich bisher nicht mag, wird nach der Lektüre vielleicht zumindest an seiner bisherigen Meinung zweifeln. Lebensvolle Schilderungen von Menschen und Landschaften und nicht zuletzt eine Art abgeklärter Optimismus machen den Lavendelblues zu etwas ganz Besonderem. Mehr darüber in der Rezension.

Petra van Cronenburg: Lavendelblues. Bergisch Gladbach, BLT (Lübbe), 2006, 254 Seiten. ISBN: 9783404922147

Cicero

Biographien des berühmten römischen Redners sind nicht gerade Mangelware, aber Marion Giebels kompakte Einführung, die auf knappem Raum einen sehr menschlichen Zugang zu Cicero eröffnet, ist besonders empfehlenswert. Auch dieses Buch habe ich schon rezensiert.

Marion Giebel: Cicero. Reinbek bei Hamburg, Rowohlt, überarbeitete Neuausgabe 2013 (Original: 1977), 174 Seiten. ISBN: 9783499507274

Attila

So amüsant es auch gewesen wäre, die drei Biographien, die es auf die Liste geschafft haben, in alphabetischer Reihenfolge als ABC aufzulisten – ich gehe doch lieber chronologisch vor. Klaus Rosens Attila-Biographie gehört für mich nach wie vor zu den besten historischen Büchern der letzten Jahre. Mehr verrät die Buchbesprechung.

Klaus Rosen: Attila. Der Schrecken der Welt. München, C. H. Beck, 2016, 320 Seiten. ISBN: 9783406690303

Bach

Auch eine dritte Biographie darf hier nicht fehlen. Wer sich für Johann Sebastian Bach und seine Musik interessiert, kommt an John Eliot Gardiners Auseinandersetzung mit Leben und Werk des großen Komponisten nicht vorbei. Alles Weitere dazu in der Rezension.

John Eliot Gardiner: Bach. Musik für die Himmelsburg. München, Hanser, 2016, 735 Seiten. ISBN: 9783446246195

Skriptorium

Zu guter Letzt komplettiert ein niedliches kleines Buch die Liste. Hinsichtlich seiner Seitenzahl kann es mit den anderen vorgestellten Titeln nicht mithalten, aber immerhin beschäftigt es sich mit der Buchherstellung selbst, einem sehr wichtigen Thema also. Kurz erwähnt worden ist es hier bereits einmal.

Vera Trost: Skriptorium. Stuttgart, Belser, 2011, 48 Seiten. ISBN: 9783763025947

 

7 Gedanken zu „Top Ten Thursday: Ein-Wort-Titel

  1. Andrea

    Hey :)

    Spontan sagt mir von den Büchern keines was. Aber ich werde sie mir auf jeden Fall nochmal genauer anschauen, vielleicht ist ja doch was für mich dabei :)

    Mein heutiger Beitrag

    Liebe Grüße und einen schönen Abend :D
    Andrea

    Antworten
    1. Ardeija Beitragsautor

      Das Schöne an solchen Buchlisten ist ja gerade, dass man häufig noch etwas entdeckt, was man bisher nicht kennt! Ich schaue mir gleich einmal an, was auf deiner so steht.

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  2. BücherFantasie

    Guten Abend :)

    Von deinen Büchern habe ich noch keines gelesen, aber „BRÏN“ und „Augustus“ stehen auf meiner Wunschliste. Gerade auf letzteres bin ich aufgrund der ganzen positiven Meinungen dazu sehr neugierig.
    Unser Beitrag

    Noch einen schönen Abend!
    Liebe Grüße,
    Kerstin

    Antworten
    1. Ardeija Beitragsautor

      Es sind zwei ganz unterschiedliche Bücher. „Augustus“ ist wirklich sehr zu empfehlen, da John Williams nicht nur eine interessante Erzählweise wählt, sondern erkennbar gründlich über die Epoche und die bei ihm auftretenden historischen Personen recherchiert hat. „BRÏN“ dagegen legt den Schwerpunkt weniger auf die historischen Anteile, sondern ist vor allem ein sehr unterhaltsamer Pageturner, der sich gut wegliest. Mit beiden Romanen kann ich nur viel Spaß wünschen!

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  3. Aleshanee

    Guten Morgen Ardeija,

    schön dass du auch mitgemacht hast :) Du hattest deinen link vergessen zu posten, ich hab den jetzt mal drunter kommentiert.

    „Brin“ haben wir ja gemeinsam – ein ganz phantastisches Buch das einen beim Lesen von der ersten bis zur letzten Seite super unterhält! Ich war sehr positiv überrascht! :D

    Die anderen kenne ich alle nicht, passen aber auch nicht so wirklich in mein Beuteschema ^^

    Liebste Grüße, Aleshanee

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    1. Ardeija Beitragsautor

      Oh je, es tut mir leid, dass ich den Link gestern vergessen habe – vielen Dank fürs Ergänzen! Und die Buchgeschmäcker sind nun einmal verschieden; mein Beuteschema ist da notorisch weitgefächert.

      Antworten

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