Neu rezensiert: Die Templer

Gerüchte, Spekulationen und wilde Geschichten über den mittelalterlichen Ritterorden der Templer gibt es viele. Dabei ist die Realität schon aufregend genug, wie Dan Jones in seiner packend geschriebenen Monographie Die Templer beweist. Die neue Rezension wartet hinter diesem Link.

Neu rezensiert: Das mykenische Griechenland

Agamemnon, Schliemann, Löwentor – der Name „Mykene“ ruft rasch Assoziationen wach. Eine Einführung in Geschichte und Kultur des mykenischen Griechenland bieten Sigrid Deger-Jalkotzy und Dieter Hertel in ihrer Monographie Das mykenische Griechenland, allerdings mit einer Besonderheit, wenn nicht gar Schwäche, was die Entstehungsgeschichte des Buchs betrifft. Alles Weitere darüber in der neuen Rezension.

Neu rezensiert: Mysterienkulte der Antike

Nach zwei Beiträgen zum Alten Ägypten geht es jetzt wieder in historisch etwas jüngere Epochen, auch wenn durch die Göttin Isis eine Verbindung zum Land am Nil erhalten bleibt: Isis ist eine der Gottheiten, die in griechischer und römischer Zeit in Mysterienkulten besonders verehrt wurden. Hans Kloft stellt dieses Phänomen in Mysterienkulte der Antike spannend und auch für Laien gut verständlich vor. Mehr darüber verrät die neue Rezension.

Neu rezensiert: Hatschepsut

Nachdem es in der letzten Rezension um das Tal der Könige ging, widmet sich diese der Biographie einer Person, die dort ihr Grab errichten ließ: Peter Nadigs Hatschepsut ist die in ihren Interpretationen wohltuend zurückhaltende Biographie einer Frau, die als König über das Alte Ägypten herrschte. Mehr über das empfehlenswerte Buch hinter diesem Link.

Neu rezensiert: Thick as Thieves

Abenteuer und Gefahren, eine unwahrscheinliche Freundschaft zwischen gegensätzlichen Gefährten, historische Anspielungen und mehr als nur ein Hauch von Gilgamesch: Megan Whalen Turner legt mit Thick as Thieves wieder einmal einen klugen und sehr lesenswerten Fantasyroman vor, der nicht nur Antikenfans begeistern dürfte. Die neue Rezension ist hier zu finden.

Neu rezensiert: Heilsam – Kleidsam – Wundersam

Das Neolithikum brachte große Veränderungen für den Menschen und sein Verhältnis zu seiner Umwelt – auch, was die Nutzung von Pflanzen betraf. Aber welche Arten waren von besonderer Bedeutung, und wie wurden sie eingesetzt? Aufschluss darüber liefert am Beispiel der Feuchtbodensiedlungen des Voralpenraums Heilsam – Kleidsam – Wundersam von Sabine Karg und Ewald Weber. Mehr über das spannende Buch in der neuen Rezension.

Neu rezensiert: Das Knopfbuch

Um einmal unaufgefordert ein bisschen Werbung für eine weitere meiner Lieblingsbuchhandlungen zu machen: In der Buchhandlung Seevetal findet man eigentlich immer etwas, nicht nur vorzügliche Biographien und nett verpackte Gartentipps, sondern auch so liebevoll gestaltete Geschenkbände wie Das Knopfbuch von Stephanie Schneider. Ob in diesem Fall der Inhalt mit dem reizenden Äußeren mithalten kann, lässt sich der neuen Rezension entnehmen.

Lesetipps in Kurzform 7 – Märchen von und über Frauen

Immer wieder begegnet einem das Vorurteil, in Märchen, Sagen und Mythen seien Frauen allein auf passive Rollen wie die der vom Helden geretteten Prinzessin reduziert. Zum heutigen Weltfrauentag gibt es daher auf Ardeija.de eine kleine Zusammenstellung von thematisch relevanten Märchenbüchern, die zeigen, dass es reichlich Gegenbeispiele gibt.

Die Frau, die auszog, ihren Mann zu erlösen

Einer der Klassiker schlechthin auf dem Gebiet der Märchensammlung rund um starke Frauen ist diese Zusammenstellung verschiedenster Geschichten aus ganz Europa von Sigrid Früh. Von listigen Bauerntöchtern über kämpferische Zarinnen bis hin zu einer jungen Soldatin, die mithilfe eines hellseherisch begabten Satyrs einen König erobert, sind hier zahlreiche eindrucksvolle Gestalten in klassischen Märchen versammelt.

Sigrid Früh (Hrsg.): Die Frau, die auszog, ihren Mann zu erlösen. Europäische Frauenmärchen. Frankfurt am Main, Fischer Taschenbuch, 1991, 160 Seiten. ISBN: 3596104637

Verzauberte Hosen

Geographisch breiter aufgestellt und vom Tonfall her ganz anders kommt Scharuk Husains Sammlung um als Männer verkleidete Frauen daher. Die Autorin erzählt Geschichten unterschiedlichster Herkunft (vom Volksmärchen über spätmittelalterliche Novellen bis hin zur Legenda Aurea) modern und augenzwinkernd nach und führt so von Italien bis Tibet quer durch die ganze Welt. Ein sympathisch geschriebenes Vorwort und ausführliche Quellennachweise zu den einzelnen Texten runden den lesenswerten Band ab.

Scharuk Husain: Verzauberte Hosen. Frauenmärchen um Liebe, Macht und die Kunst der Verwandlung. Aus dem Englischen von Ruth Melcer. Zürich, Unionsverlag, 1996, 318 Seiten. ISBN: 3293200842

Märchen von starken Frauen

Auf die verschiedensten Kontinente führt auch diese Märchensammlung, deren Titel Programm ist: Monika Kühn präsentiert hier ganz gezielt selbstbewusst und aktiv handelnde Frauengestalten. Stark sind sie alle, aber nicht unbedingt nett und in ihrer Vorgehensweise zur Nachahmung empfohlen – hier kommen durchaus einmal Schurkinnen in der Hauptrolle zum Zuge, auch wenn die positiven Heldinnen in der Überzahl sind.

Monika Kühn (Hrsg.): Märchen von starken Frauen. München, DTV, 8. Auflage 2000, 240 Seiten. ISBN: 3423202862

Wie Frauen die Welt erschufen

Unter einer ganz anderen Perspektive stellt Frederik Hetmann in dieser Sammlung Geschichten um ebenfalls starke Frauen zusammen: Ihm geht es um die Vorstellung einer weiblichen Schöpfergottheit, die sich nicht nur in zahlreichen Mythen aus aller Welt findet, sondern auch in den verschiedensten Märchen noch anklingt. Obwohl Hetmann sich in seinem Grundansatz stark auf die wissenschafltich nicht unumstrittenen Theorien von Robert von Ranke-Graves aus The White Goddess stützt, gelingt ihm eine anregende und durchaus interessante Auswahl.

Frederik Hetmann (Hrsg.): Wie Frauen die Welt erschufen. Mythen, Märchen und Legenden. Zürich, Unionsverlag, 2001, 256 Seiten. ISBN: 3293201997

Scheherazades Schwestern

Ursula Schulze schließlich legt den Schwerpunkt nicht auf die Protagonistinnen, sondern auf die Autorinnen der von ihr herausgegebenen Kunstmärchen: Alle sind von Frauen verfasst, und zwar durchaus nicht von unbekannten. Von Marie-Catherine d’Aulnoy über Bettine von Arnim, Marie von Ebner-Eschenbach und Selma Lagerlöf bis hin zu Joan Aiken, Ingeborg Bachmann und Christine Nöstlinger sind hier große Namen der Literaturgeschichte versammelt.

Ursula Schulze (Hrsg.): Scheherazades Schwestern. Die schönsten Märchen, geschrieben von Frauen. München, Piper Verlag, 2004, 192 Seiten. ISBN: 3492231921