Archiv des Autors: Ardeija

Neu rezensiert: Das verlassene Haus

Während es mehrere Krimiserien gibt, aus denen ich gelegentlich gern einmal einen Band lese, ist die einzige, die mich in den letzten Jahren wirklich vorbehaltlos begeistert hat, Louise Pennys Reihe um Armand Gamache, der in Kanada ermittelt. Zu den klug aufgebauten und komplexen Geschichten um den Chief Inspector, der Bücher und gutes Essen liebt, zählt auch Das verlassene Haus, das die Stärken der Serie voll ausspielt.

Die neue Rezension verbirgt sich hier.

Neu rezensiert: Die Vandalen

Was man sich unter „Vandalen“ vorzustellen hat, weiß jeder – aber vermutlich denkt man erst einmal an die übertragene Bedeutung des Begriffs und nicht an die völkerwanderungszeitliche Gens, die diese Bezeichnung lange vor den Zerstörungswütigen späterer Jahrhunderte trug. Auch Konrad Vössing kommt in seiner lesenswerten Einführung Die Vandalen nicht darum herum, sich mit dem neuzeitlichen Vandalismusbegriff zu befassen, zeigt aber, dass die historischen Vandalen durchaus auch abseits ihrer eher mit Vorsicht zu genießenden modernen Namensvettern interessant sind.

Mehr über die Vandalen in der neuen Rezension.

Drei Jahre BRÏN

So manch ein Buch verschwindet heutzutage viel zu rasch wieder in der Versenkung. Was nicht schon als Neuerscheinung zum Bestseller wird oder längst ein Klassiker ist, gerät in der schnelllebigen Welt von Blogs und Social Media oft schon nach einigen Monaten wieder aus dem Blickfeld. Grund genug, hier noch einmal ein bisschen Werbung für einen Roman zu machen, der vor drei Jahren* erschienen ist, Sameena Jehanzebs Debüt BRÏN.

Auf dem titelgebenden Planeten findet sich die junge Juno unversehens nach einem Sturz in eine Pfütze wieder und muss sich nicht nur mit der ihr bis dahin unbekannten Magie, futuristischer Technik und einem fremden Gesellschaftssystem auseinandersetzen, sondern auch noch einem Serienmörder auf die Schliche kommen, der es ausgerechnet auf Frauen von der Erde abgesehen zu haben scheint. Dass die Liebesgeschichte, die sich zwischen ihr und der forschen Kamika entspinnt, nicht ohne Hindernisse verlaufen kann, ist unter diesen Umständen selbstverständlich vorprogrammiert …

Auch wenn inzwischen mit Winterhof und Was Preema nicht weiß weitere Bücher der Autorin und auch einige Kurzgeschichten von ihr erschienen sind, ist BRÏN innerhalb ihres Werks nach wie vor etwas Besonderes und hat es verdient, nicht über ihre neueren Veröffentlichungen in Vergessenheit zu geraten. So lesenswert sie auch alle sind, das Maß an Fabulierfreude und Optimismus, das trotz der grausigen Mordserie in BRÏN stets mitschwingt und seine Welt sehr entdeckenswert macht, bleibt unerreicht, ganz zu schweigen davon, dass dieser Roman auch mit der größten Fülle interessanter und oft auch amüsanter Nebenfiguren aufwartet (eine spezielle Erwähnung verdienen diesbezüglich neben dem ständig flirtwilligen Feuerwächter Erigen die eindrucksvollen Greifen, die als Reittiere mit viel Charakter und Eigensinn mitmischen).

Wer Sameena Jehanzebs Bücher noch nicht kennt und gern in ein wildbewegtes Abenteuer abseits aller Genrezuordnungen eintauchen möchte, sollte also mit BRÏN anfangen (dem man auch aus drei Jahren Abstand zum Leseerlebnis immer noch eine Fortsetzung wünscht).

Sameena Jehanzeb: BRÏN. Uetersen, Butze Verlag, 2017, 428 Seiten.
ISBN: 9783940611574

* … und zwei Tagen – ich bin spät dran!

Neu rezensiert: Die Geburt der mediterranen Welt

Bei diesen sommerlichen Temperaturen ist ein Abstecher in die Vor- und Frühgeschichte der Kulturen rund um das Mittelmeer genau das Richtige. Cyprian Broodbank legt mit Die Geburt der mediterranen Welt einen Jahrtausende umspannenden, aber dafür erstaunlich detailfreudigen Überblick vor.

Mehr über Seefahrer, Hausmäuse und weitere interessante Zeitgenossen in der neuen Rezension.

Noch einmal Werbung: Immergrün und Walküren (E-Book)

Cover des Buchs "Immergrün und Walküren"

Cover: Sameena Jehanzeb

Lange hat es gedauert, aber nun ist mein neues Buch Immergrün und Walküren endlich auch als E-Book erhältlich (ISBN 978-3751991834). Die ersten zwei Wochen über gilt für die zehn Geschichten der Einführungspreis von 3,99 Euro, danach der reguläre Preis von 5,99 Euro.

In den kurzen Erzählungen machen Kriegerinnen, Kriminelle und Köche die Stadt Aquae Calicis und ihre Umgebung unsicher, bekommen es mit Drachen und Gespenstern zu tun oder müssen sich mit der Frage auseinandersetzen, was genau man eigentlich unternehmen sollte, um von einer Walküre geholt zu werden – oder ebendas zu verhindern.

Neben Literatur und Mythologie hat diesmal auch das Prunkstück des Archäologischen Museums Hamburg, die Tangendorfer Scheibenfibel, die Inspiration für ein Detail geliefert und sich in einer Nebenrolle in die fiktive Umgebung gestohlen.

Mehr zu der Geschichtensammlung im Beitrag zu ihrem Erscheinen. Wer sich gern vorab einen Eindruck verschaffen möchte, findet in der Kategorie Lesestoff hier im Blog einige Ausschnitte aus meinen Büchern und noch weitere Texte.

Neu rezensiert: Die Architekten des Imperiums

Womit waren römische Soldaten eigentlich beschäftigt, wenn sie gerade nicht in den Kampf zogen oder Wache hielten? Zu ihren Tätigkeiten gehörte unter anderem die Arbeit an Bauprojekten unterschiedlichster Art. Ob sie damit Die Architekten des Imperiums schlechthin waren, wie der Titel des schönen Bildbands zum Thema von Gérard Coulon und Jean-Claude Golvin suggeriert, sei einmal dahingestellt. Auf alle Fälle gibt es zwischen Steinbrüchen, Aquädukten und Stadtgründungen eine Menge zu entdecken.

Klingt das verlockend? Mehr über das Buch in der neuen Rezension.