Domnall and the Borrowed Child

Neu rezensiert: Domnall and the Borrowed Child

Wie wäre es mit einem Ausflug in eine märchenhaft-phantastische Version der Schottischen Highlands? Sylvia Spruck Wrigleys Domnall and the Borrowed Child hat Feenzauber, Alltagsabenteuer und eine sehr enge Verflechtung von Tragik und Humor zu bieten. Zur Rezension ihrer netten kleinen Erzählung geht es hier entlang.

Lesetipp: How Bees Fly

Zugegeben, beim heutigen Lesetipp bin ich eindeutig parteiisch, da ich die Autorin Simone Heller schon lange kenne und schätze. Doch auch wenn diese persönliche Bekanntschaft nicht wäre, könnte ich ihre erste englischsprachige Geschichte How Bees Fly, die in der neuesten Ausgabe (# 125) von Clarkesworld erschienen ist, nur empfehlen.

How Bees Fly entführt in eine düstere postapokalyptische Welt, deren Bewohner den Umgang mit der überkommenen Technik nur noch in Form von abergläubischen Praktiken beherrschen. Tödliche Stürme sind nur eine der Gefahren in den verseuchten Landstrichen unter dem leaden sky, und die Ich-Erzählerin, die sich als Hebamme und Imkerin bisweilen aus dem Schutz ihrer sicheren Siedlung hervorwagen muss, bekommt es prompt mit einem viel furchteinflößenderen Phänomen zu tun: Dämonen, auf deren wahre Natur sie keine noch so schaurige alte Geschichte vorbereiten konnte …

Wer aber nun glaubt, hier ein reißerisches Schreckensszenario vor sich zu haben, in dem es primär um Grusel und Abenteuer geht, wird eine handfeste Überraschung erleben. Auch wenn es sehr spannend wird und durchaus physische Bedrohungen zu meistern sind, ist How Bees Fly nämlich vor allem eine psychologisch und philosophisch ausgefeilte Studie über volkstümlich tradiertes Wissen mit all seinen Stärken und Schwächen, Verbindendes über scheinbar starre Grenzen hinweg und damit nicht zuletzt auch in Ängsten wurzelnde Vorurteile und ihre Überwindung. Erschütternd und hoffnungsvoll zugleich entspinnt sich ein Kammerspiel um das Hinterfragen vermeintlicher Gewissheiten, das einen auch dazu anregt, das eigene Bild von Gut und Böse einmal einer Überprüfung zu unterziehen. Zum wahren Leckerbissen wird die Geschichte jedoch vor allem durch das mitschwingende Hintergrundwissen über Ethnologie und Kulturgeschichte und das beneidenswerte Gespür der Autorin für sprachliche Feinheiten.

Neugierig geworden? How Bees Fly ist online hier zu finden, aber natürlich gibt es die Zeitschrift auch als e-Book zu kaufen.

1066

Neu rezensiert: 1066

Jörg Peltzer ist nicht nur ein versierter Historiker, sondern auch ein begnadeter Erzähler: Sein 1066 liest sich passagenweise mitreißend wie ein Roman, und das ist nicht nur der Tatsache zu verdanken, dass mit der normannischen Eroberung Englands ein ohnehin spannendes Thema gewählt ist. Mehr über machthungrige mittelalterliche Herrscher rings um die Nordsee erfährt man in der neuen Rezension.

Girls, Goddesses & Giants

Neu rezensiert: Girls, Goddesses & Giants

In Mythen, Sagen und Märchen ist der Held ein Mann, während Frauen nur eine passive Rolle bleibt? Zuweilen ja – aber nicht immer. Wer etwas über die wilden Kriegerinnen, schlauen Trickstergöttinnen und tapferen kleinen Mädchen wissen möchte, die in der Überlieferung verschiedenster Kulturen gar nicht einmal so selten sind, ist mit Lari Dons charmantem Kinderbuch Girls, Goddesses & Giants gut beraten. Mehr darüber in der neuen Rezension.

Die Skythen

Neu rezensiert: Die Skythen

Kriegerische Nomaden, verstörende Begräbnisbräuche, aber nicht zuletzt auch eine berückend schöne Kunst – in den eurasischen Steppen gab es in der Antike einiges zu entdecken. Wer einen ersten Einstieg in die skythische Welt sucht, ist mit der kompakten Enführung des bekannten Prähistorikers Hermann Parzinger gut beraten. Die neue Rezension ist hier zu finden.

Im Schatten der Paläste

Neu rezensiert: Im Schatten der Paläste

Der Titel Im Schatten der Paläste ist nicht ohne Mehrdeutigkeit. In Klaus Bringmanns lesenswertem Buch geht es um das, was sich nach und nach aus den Ruinen der mykenischen (Palast-)Kultur, mithin in deren Schatten, entwickelte. Zugleich aber standen die hier behandelten Epochen der griechischen Geschichte (die sogenannten „dunklen Jahrhunderte“ und die Archaik) auch in der öffentlichen Wahrnehmung lange im Schatten Mykenes einerseits und der klassischen und hellenistischen Antike andererseits. Höchste Zeit, dass sich daran etwas ändert! Zur neuen Rezension geht es hier entlang.

Anton hat kein Glück

Neu rezensiert: Anton hat kein Glück

Ardeija.de wünscht allen ein frohes, friedliches und lektürereiches neues Jahr 2017! Die erste Rezension in diesem Januar befasst sich mit einem Roman, der vielleicht zu guten Vorsätzen anregen könnte, geht es darin doch um ein unbefriedigendes Leben und einen Neuanfang. Daneben mangelt es aber auch nicht an originellen Fabelwesen und an Magie (der übernatürlichen wie der taschenspielerischen Art). Mehr über Anton hat kein Glück in der neuen Rezension.

Bach

Neu rezensiert: Bach

Wenn ein Musikstück um die Weihnachtszeit nicht fehlen darf, dann sicher Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratorium – Grund genug, sich einmal näher mit dem Mann dahinter zu befassen. So bildet John Eliot Gardiners beeindruckende Biographie Bach. Musik für die Himmelsburg den krönenden Abschluss des Lesejahrs 2016. Mit der neuen Rezension verabschiedet Ardeija.de sich wie gewohnt in die Winterpause. Im nächsten Jahr geht es hier mit spannender Lektüre weiter.