German Glück

Neu rezensiert: German Glück

Von Sabine Eichhorsts Büchern bin ich seit ihrem Roman Die Liebe meines Vaters begeistert. Ein ganz anderes, aber nicht minder gelungenes Werk legt sie nun mit ihrem Sachbuch German Glück vor, in dem sie in Gesprächen mit den verschiedensten Menschen der Frage nachspürt, was eigentlich Glück ausmacht, und zu überraschenden und berührenden Antworten gelangt. Zur neuen Rezension geht es hier entlang.

Rattenlied

Werbung in eigener Sache: Rattenlied

Eine Heimkehr mit Hindernissen, ein vom Pech verfolgter Sänger, verstimmte Gespenster, neugierige Fabelwesen, Frühlingsgefühle und mindestens zwei Flüche (garantiert hochwirksam!) – mein neuer Roman Rattenlied ist da.

Das Abenteuer ist vorbei, zumindest wenn es nach der Kriegerin Lucardis geht. Nach einer gefahrvollen Reise hat sie genug damit zu tun, in ihrer Heimat wieder Fuß zu fassen. Doch als sie ein Pferd, das ihr nicht gehört, gegen einen versklavten Sänger eintauscht, steht sie bald vor ganz neuen Schwierigkeiten. Denn mit Audoin hat es mehr auf sich, als er selbst ahnt, und so bekommen es die beiden nicht allein mit hungrigen Greifen, einem Fluch und ungesühntem Unrecht zu tun, sondern auch mit der berüchtigten Söldnerin, die sich Ratte nennt.

Wer Lust hat, mehr herauszufinden und Lucardis ein Stück weit durch die Heide zu begleiten, findet hier eine Leseprobe (PDF) und auch einen Überblick über meine bisher erschienenen Romane und Geschichten.

Rattenlied ist erhältlich als:

Taschenbuch (ISBN 978-3746013039, 436 Seiten, 13 Euro)
eBook (ISBN 978-3746069920, bis Ende November noch zum Einführungspreis von 2,99 Euro, danach 3,99 Euro)

Feast of Sorrow

Blogkooperation mit „Schmeckt nach mehr“: Feast of Sorrow

Ganz wusste ich nicht, was auf mich zukommen würde, als Sabine Schlimm von Schmeckt nach mehr mich vor einiger Zeit fragte, ob ich Lust auf eine gemeinsame Blogaktion zu Crystal Kings historischem Roman Feast of Sorrow hätte.

Zugesagt habe ich trotzdem sofort, denn diese Zusammenarbeit wollte ich mir auf keinen Fall entgehen lassen. Sabines Blog ist immer lesenswert. Oft sind ihre Beiträge nachdenklich und philosophisch (ob es nun ums Fleischessen geht oder darum, wie viel weltoffener unsere Gesellschaft ohne den Holocaust als Zäsur geworden wäre). Andere laden zum Träumen ein, wie dieser Ausflug nach Amrum. Dann wieder wird es urkomisch, wenn man etwa eine fiktive Redaktionskonferenz verfolgen darf. Auf jeden Fall lassen einem ihre Rezepte das Wasser im Munde zusammenlaufen. Umso verlockender also, die Schöpferin all dieser leckeren Gerichte in Sachen altrömische Küche aktiv werden zu sehen! Denn dass die römische Antike zu meinen Lieblingsepochen zählt, ist für alle, die schon länger auf Ardeija.de mitlesen, sicher kein Geheimnis.

Vor dem Hintergrund war es dann auch nicht weiter schlimm, dass der Roman, den ich inzwischen gelesen und rezensiert habe, durchaus reißerische Passagen zu bieten hat. Viel wichtiger ist, dass darin auch eine Fülle kulinarischer Genüsse beschrieben wird.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht nämlich Apicius, der als Autor des antiken Kochbuchs De re coquinaria gilt. Die heute bekannte, in mittelalterlichen Handschriften überlieferte Fassung seines Werks wurde wohl erst im 3. oder 4. Jahrhundert kompiliert, doch Apicius selbst wird in aller Regel mit Marcus Gavius Apicius identifiziert, einem Verschwender und Feinschmecker, über den aus der Epoche des Kaisers Tiberius (der von 14 bis 37 n. Chr. herrschte) die wildesten Anekdoten überliefert sind. Crystal King ergänzt das Leben der ohnehin schon schillernden Gestalt um einige nicht minder wüste erfundene Episoden.

Von den Gaumenfreuden, die King in Feast of Sorrow heraufbeschwört, hat sich Sabine Schlimm zu einem leckeren Rezept inspirieren lassen: Hähnchen nach Art der Parther an Linsenpüree mit Kastanien. Nachkochen dringend empfohlen! Sabines Einschätzung zu Feast of Sorrow, ein paar Kostproben aus dem Roman und spannende Informationen über die römische Küche allgemein gibt es in ihrem Beitrag außerdem.

Ob sich auch die Lektüre des Romans auch aus meiner Sicht lohnt, lässt sich in der neuen Rezension nachlesen.

Wer neugierig auf den historischen Apicius und seine Rezeptsammlung geworden ist, findet eine schöne zweisprachige Ausgabe bei Reclam:

Marcus Gavius Apicius: De re coquinaria. Über die Kochkunst. Lateinisch / Deutsch, hrsg., übersetzt und kommentiert von Robert Maier. Stuttgart, Reclam, 1991 (RUB 8710), 262 Seiten.
ISBN: 3150087104

Augustus

Neu rezensiert: Augustus

Augustus, der erste römische Kaiser, ist nicht nur Gegenstand von Biographien und historischen Untersuchungen, sondern hat auch Auftritte in zahlreichen Romanen. Ein gelungenes Beispiel für solch eine fiktionalisierte Version seines Lebens ist John Williams Augustus, ein spannender Versuch, die berühmte und doch in mancherlei Hinsicht rätselhafte Persönlichkeit aus vielen Perspektiven auf einmal in den Blick zu nehmen. Mehr darüber in der neuen Rezension.

Unglaube im Zeitalter des Glaubens

Neu rezensiert: Unglaube im „Zeitalter des Glaubens“

Das Mittelalter gilt oft pauschal als Zeitalter alles dominierender christlicher Frömmigkeit, in dem allenfalls ein paar Häretiker von der Mehrheitsmeinung abwichen, Atheismus aber praktisch unbekannt war. Diese Einschätzung versucht Peter Dinzelbacher in seiner interessanten Studie Unglaube im „Zeitalter des Glaubens“ zu korrigieren und fördert allerlei interessante Beispiele für mittelalterlichen Unglauben zutage. Zur neuen Rezension geht es hier entlang.

Europa und Herr Stier

Neu rezensiert: Europa und Herr Stier

Die Suche nach dem wahren Kern von Sagen ist bis heute populär, aber wie engagiert man sie schon in der Antike zu betreiben wusste, belegen die Unglaublichen Geschichten des Palaiphatos, der zur Zeit Alexanders des Großen versuchte, eine rationale Erklärung für die altgriechischen Mythen zu finden. Mehr über Kai Brodersens Ausgabe des lesenswerten Klassikers in der neuen Rezension.

Akanthus und Zitronen

Neu rezensiert: Akanthus und Zitronen

Es wird auf Ardeija.de wieder einmal Zeit, einen Ausflug ins alte Rom zu unternehmen – diesmal allerdings zur Abwechslung in seine Gärten und ihre modernen Rekonstruktionen. Stephanie Hauschild führt in Akanthus und Zitronen mit leichter Hand durch das komplexe und spannende Thema und gibt auch praktische Tipps, um eine Hauch Römerzeit in den eigenen Garten zu bringen. Die neue Rezension ist hier zu finden.